In jordanischen Restaurants beginnt jedes Essen in der Regel mit einer Auswahl sehr gut schmeckender Vorspeisen - Metzzeh – genannt. Sie werden auch im kleinsten Gasthaus in Jordanien zusammen mit frisch gebackenem Fladenbrot auf kleinen tönernen Schalen ansprechend angerichtet angeboten. Zu einem der beliebtesten kalten Vorspeisen zählt - hummus -, ein leckeres Püree aus Kichererbsen, gemahlenen Sesam-Samen, Knoblauch und Zitronensaft. Reiche Verwendung finden auch Auberginen, zum Beispiel als - baba ghannoush -, einem Dipp aus gekochten Auberginen mit Sesam.
Koubba maqliya - sind frittierte Bällchen mit einer aromatischen Fleisch- und Zwiebelfüllung und einer Kruste aus Weizenpaste. Nicht fehlen dürfen auch - fattayer - und – sambusek -, kleine mit Hackfleisch, Ziegenkäse oder einer Spinatkräuter-Mischung gefüllte Teigtaschen. Sie werden in Fett oder Öl ausgebacken und dann serviert. Diese warmen Vorspeisen dürfen direkt mit der Hand gegessen werden.
Besteck benutzen die Jordanier zum Essen übrigens nicht unbedingt, zumeist reißt aus dem Fladenbrot - Khubs - Stücke heraus und biegt sie zu einer Art Löffel, mit dem man die Vorspeisen Häppchenweise sich munden lässt. Gleiches gilt für die gegrillten Fleischstückchen, die mit dem frisch gebackenen Fladenbrot umwickelt und verspeist werden. Niemals ein angebissenes Fladenbrotstück nochmals zum dippen benutzen. Aber auch dort bitte niemals mit der linken Hand essen. Sie gilt als unrein. Oder auch über Essen drüber zusteigen gilt als verpönt.
Zu den Vorspeisen gehören auch zahlreiche Salate wie etwa der aus frisch gehackter Petersilie, Tomaten, Frühlingszwiebeln, Minze, Bulghur und Zitronensaft bestehende - tabouleh. Ful medames - sind gekochte braune Bohnen mit Knoblauch, Zitronensaft, Kreuzkümmel und reichlich Olivenöl – übrigens auch ein traditionelles arabisches Frühstücksgericht. Oft findet man auch sauer eingelegte Gemüse wie Rote Beete, Gurken, Blumenkohl und Oliven auf den Tisch.
In unserer Rezeptsammlung finden Sie ein Vielzahl der oben beschrieben Vorspeisen.
Fotos Jürgen Krohn